Bereits Tradition haben auf der Inhorgenta Munich die hochkarätig besetzten Round Tables am Stand der Meth Media-Verlagsgruppe. Diesmal diskutierte die Branche über die immer härteren Herausforderungen durch das Internet, wie der einzelne Unternehmer hier gegensteuern kann – und wie viele Juweliere schlussendlich übrig bleiben werden.


Auf Themen, die den heimischen Juwelier aktuell sehr betreffen, wollten wir bei unserem Round Table näher eingehen: Die Konjunktur brummt – aber profitiert auch der stationäre Handel davon? Aktuell hat der Juwelier mit folgenden Problemen zu kämpfen: Die Frequenzen sinken, die Hochzeit von PaSaNo (Pandora/Sabo/Nomination) ist vorbei, ein neuer Supertrend nicht in Sicht.

Am Meth Media-Stand auf der Inhorgenta Munich wurde rege diskutiert.

Im High-Class-Uhren-, aber immer stärker auch im Trend-Bereich gräbt das Internet Umsatz ab. Daher wollten wir von den Teilnehmern Michael Mayrhofer, Thomas Theuerer, Christoph Paukner, Gerhard Waschier und Martin Schaufler wissen:

• Wie kann der Fachhandel (bei sinkender Frequenz und steigender Rabattitis) überleben?
• Wie kann der stationäre Fachhandel mithalten und der einzelne hier gegensteuern?
• Wie viele Juweliere werden schlussendlich bleiben?

Wir haben vorab Werner Probst, als Leiter der Diadoro-Gruppe ein Kenner der Branche, befragt, der schon lange dafür plädiert, Umsatzverluste durch eine Steigerung des Bonertrags auszugleichen. Das bedeutet höherwertig verkaufen. Probst vertritt die Meinung, dass dies unabhängig von Lage, Sortiment oder Kundschaft möglich ist. Er sagt: „Es liegt vor allem an der Kompetenz des Teams, an der Verkaufstechnik und der Begeisterung, den Kunden mit höherwertigen und ergänzenden Stücken Freude zu bereiten. Auch in einem mittelpreisigen Juwelierbetrieb kann man all seine Möglichkeiten ausschöpfen. Das Diadoro-Mystery-Shopping zeigt jedoch, dass nur knapp mehr als die Hälfte des möglichen Test-Budgets ausgeschöpft wird, von möglichen Ergänzungsverkäufen zur weiteren Steigerung der Wertschöpfung ganz zu schweigen.“

Was die Banchenexperten zu sagen hatten, lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe und einen ersten Vorgeschmack gibt’s hier im Video: