Heiß begehrt und kaum gezeigt: Goldbasics
Gold-Basicschmuck wird von vielen Juwelieren immer noch stiefmütterlich behandelt. Ein Fehler? DERJUWELIER.at hat nachrecherchiert und herausgefunden, wie begehrt die Goldbasics tatsächlich sind!


Eine aktuelle Umfrage von Meth Media unter den Herstellern hat ergeben: Die beliebtesten Basic-Schmuckstücke der Konsumenten sind Ketten und Ohrschmuck in Gold. Direkt dahinter liegen Schmuckanhänger – also die klassischen Kreuze, Schutzengel oder Herzen. Es scheint also offensichtlich, dass die Kunden beim Besuch ihres Juweliers gerne diese Dinge kaufen. Doch immer noch „verstecken“ viele Juweliere ihre Basic-Waren in Schubladen und Regalen. Ein schwerwiegender Fehler, der langfristig Umsatzrückgänge verursachen kann.
Konkurrenz aus dem Web
Zahlreiche Studien belegen es: Das Internet wird auch beim Schmuckeinkauf immer beliebter. Und die virtuelle Konkurrenz beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf Unecht- oder Silberschmuck. Namhafte Silberschmuckmarken bieten in Webshops ihre eigenen Produkte an, und auf amazon.de ist die Bestellung von Ketten, Ohrschmuck und Ringen in 14 oder 18 Karat Gold ein Leichtes. Unabhängig von Öffnungszeiten sollen günstige Preise und kostenlose Lieferung innerhalb von 24 Stunden die Kundschaft dazu verleiten, den „In den Warenkorb“-Button zu drücken. Wie kann der Juwelier dieser Entwicklung begegnen?
Haptik als Lösung?
Die Lösung: Auf die Haptik bauen! Denn die Studien belegen auch: Obwohl sich immer mehr Konsumenten vor einer Kaufentscheidung im Internet informieren, spielt die Haptik immer noch eine äußerst große Rolle bei der Kaufentscheidung. Ganz klar: Wer die Ware einmal in der Hand hat, sie fühlen und spüren kann, lässt sie nicht mehr so schnell los. Die Wahrscheinlichkeit eines Spontankaufs steigt. Das belegen auch die aktuellen Umfragen, laut denen 80 Prozent aller Kaufentscheidungen vor Ort im Geschäft gefällt werden. Kunden kommen heute verstärkt, um Produkte zu erleben, anzufassen und auszuprobieren. Umso mehr gilt deshalb die Regel: Zugängliche und offene Läden sind klar im Vorteil. Vor allem im unteren bis mittleren Preissegment (50 bis 500 Euro) werden häufig Spontankäufe gemacht, viele Goldschmuck-Basic-Hersteller sehen ihre Stücke deshalb auch als solche „Mitnahmeartikel“ und setzen den Preis in moderaten Preislagen an.
Allerdings: Die Ware nur im Geschäft zu haben, reicht nicht aus. Jahrelang war es Usus unter österreichischen Juwelieren, Gold-Basics in Laden zu verstecken. Doch werden Artikel hinter Vitrinen und in Schränken versteckt und dürfen von Interessenten nur noch nach Aufforderung und unter Aufsicht des Ladenpersonals angesehen und angefasst werden, werden potenzielle Kunden über kurz oder lang am Geschäft vorbeigehen oder das Geschäft nach einem kurzen Besuch verlassen, ohne etwas zu kaufen.
Offen präsentieren
Die Hersteller wissen um diese Gründe und haben deshalb spezielle Präsentationsdisplays und Vitrinenlösungen produziert, die eine Symbiose zwischen sicherer und offener Präsentation erlauben. „Idealerweise zeigt der Juwelier die Schmuck-Basics im Schaufenster, damit wird der Kunde schon vor dem Geschäft darauf aufmerksam gemacht, was ihn erwartet“, erklärt Hannes Cehulic, der den Schneider Basic-Tower seit der Markteinführung erfolgreich vertreibt. „Mittlerweile gibt es 50 Juweliere in Österreich, die mit unserem Basic-Tower arbeiten.“ Schmuckstücke, die jeweils zu einem Thema zusammengefasst präsentiert werden, erklären dem Kunden, zu welchem Anlass welches Schmuckstück passt.
In der aktuellen Ausgabe von DERJUWELIER.at finden Sie eine Aufstellung der aktuellen Anbieter von Gold-Basicschmuck sowie interessante Interviews mit Experten.






